Sonnensegel in verschiedenen Formen und Segelstoffen

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Terrasse mit Sonnensegel: Sonnenschutz, Sichtschutz, Regenschutz und Hitzeschutz

Sonnensegel für die Terrasse überzeugen durch tolles Design und Vielseitigkeit. Sie schützen dich vor brennender Sonne, Regen, Hitze und neugierigen Blicken. Du kannst die Segel freistehend zwischen Segelmasten verspannen. Dafür stehen höhenverstellbare und nicht höhenverstellbare Masten zur Auswahl. Alternativ ist die Befestigung von einer oder zwei Segelecken am Haus möglich. Es gibt feststehende Segelanlagen und Modelle, die sich per Kurbel oder elektrisch per Fernsteuerung aufrollen lassen.

Nicht jedes Sonnensegel erfüllt alle Schutzfunktionen gleich gut. Die Eigenschaften des Stoffs und auch die Form des Segels sind entscheidend. Hier erfährst du die wichtigsten Fakten zu Sonnenschutz, Sichtschutz, Regenschutz und Hitzeschutz mit Sonnensegeln auf der Terrasse.

Sonnenschutz: Der UPF zeigt die Qualität an

Sonnensegel Segelstoffe fuer Terrasse
Moderner Sonnenschutz

https://pixabay.com/de/photos/dach-sonnendach-sonnensegel-414259/

Sonnenschutz kann zweierlei bedeuten: Schutz vor blendendem Sonnenlicht und Schutz vor UV-Strahlung. Fast alle Segelstoffe bieten guten Blendschutz. Beim gesundheitlich wichtigen UV-Schutz gibt es große Unterschiede. Zu viel UV-Licht führt zu Sonnenbrand, der Hautkrebs zur Folge haben kann. Um diese Gefahr unter dem Sonnenschutzsegel auszuschließen, ist ein ausreicher UPF wichtig. Die Abkürzung steht für Ultraviolet Protection Factor, also UV-Schutzfaktor. Der UPF wurde speziell für Funktionstextilien entwickelt und ist mit dem Lichtschutzfaktor für Sonnencremes vergleichbar.

Der UPF gibt das Vielfache der Eigenschutzzeit der Haut an, die vom Hauttyp abhängt. Um auf der sicheren Seite zu sein, lässt sich die untere Grenze der Eigenschutzzeit beim empfindlichsten Hauttyp als Basis nehmen. Sie liegt bei fünf Minuten. Das bedeutet: Ein Mensch mit einer empfindlichen Haut kann sich mindestens fünf Minuten in der prallen Sonne aufhalten, ohne einen Sonnenbrand zu erleiden. Nun multipliziert man diese Zeit mit dem UPF. Das Ergebnis gibt die Mindestzeit an, die jeder unter dem Sonnensegel verbringen kann, ohne dass Sonnenbrand droht.

UPF 30+
5 x 30 Minuten
UPF 50+
5 x 50 Minuten
UPF 80+
5 x 80 Minuten
= mindestens
150 Minuten Schutz
vor UV-Strahlung
= mindesten
250 Minuten Schutz
vor UV-Strahlung
= mindestens
400 Minuten Schutz
vor UV-Strahlung

Als verlässlich gelten Angaben zum UPF mit dem Hinweis „Standard 801“. Dieser Standard wurde vom Hohenstein Institute entwickelt und stellt Materialbelastungen wie Dehnung und Nässe in Rechnung. Geeignete Segelstoffe mit UV-Schutz sind als Acrylsegel und als Polyestersegel erhältlich.

Sichtschutz: Sonnensegel rechteckig, quadratisch und trapezförmig optimal

Für Sichtschutz ist die Auswahl des Stoffes weniger wichtig als der Aufbau der Segelanlage und die Form des Segels. Wenn du dir seitlichen Sichtschutz auf der Terrasse wünschst, befestigst du zwei Segelecken an höhenverstellbaren Masten. Den Sichtschutz stellst du her, indem du die Ecken an den Gleitschienen dieser Masten nach unten schiebst. Der Blick auf die Terrasse ist dann versperrt und der Sichtschutz perfekt. Möchtest du später freie Sicht haben, schiebst du das Segel einfach wieder nach oben.

Sonnensegel sind als Dreieck, Rechteck, Quadrat oder Trapez erhältlich. Von diesen vier Formen ist das Dreieck für Sichtschutz ungeeignet. Die Breite nimmt von zwei Segelecken ausgehend sehr schnell ab und gibt den Blick frei. Wähle als Sichtschutzsegel lieber ein Rechtecksegel, ein Quadratsegel oder ein Trapezsegel. Beim Trapezegel bietet sich die breitere Seite für Sichtschutz an.

Regenschutz: Wasserabweisende Stoffe halten Regen ab

Sonnensegel können zuverlässigen Regenschutz gewährleisten. Zwei Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein:

  • Der Segelstoff ist wasserabweisend.
  • Das Segel ist mit Gefälle verspannt.

Die wasserabweisende Eigenschaft heißt in der Fachsprache Wasserdichtigkeit. Sie wird ausgedrückt als Wassersäule in Millimetern. Orientiere dich für Regenschutz an einem Mindestwert von 350 mm. Achte darauf, dass sich das Segel zu einer Segelecke neigt. Erreicht die Neigung 30 Grad, bist du auf der sicheren Seite. Wasser läuft auf diesem Gefälle selbst bei Starkregen zügig ab. Gute wasserabweisende Segelstoffe findest du als Acrylsegel, Polyestersegel und PVC-Segel.

Wichtig: Sonnensegel müssen nicht wasserdicht sein, um vor Regen zu schützen. Ist das Sonnensegel wirklich wasserfest, hält es einer Wassersäule von 1.200 mm auf einem horizontal ausgerichteten Segel stand. Die geneigte Verspannung in der Segelanlage verhindert aber, dass sich eine Wassersäule dieser Höhe überhaupt aufbauen kann.

Hitzeschutz: Luftdurchlässige Segelstoffe lassen heiße Luft entweichen

Für Hitzeschutz sind luftdurchlässige Segelstoffe optimal. Sie lassen heiße Luft bei hohen Temperaturen entweichen. Unter dem Segel entsteht kein Hitzestau. Luftdurchlässige Stoffe sind deshalb für Sonnen- und Hitzeschutz am Pool oder auf Liegeflächen im Garten beliebt. Auf der Terrasse musst du abwägen: Ist dir Hitzeschutz oder Regenschutz wichtiger? Für Regenschutz sind luftdurchlässige Segelstoffe ungeeignet. Sie lassen nicht nur Luft passieren, sondern auch Wasser. Wenn du dich für den Hitzeschutz entscheidest, bieten dir hochwertige Segel aus HDPE (High Density Polyethylen) die gewünschten Eigenschaften.

Suchst du eher nach einer Markise für dein Zuhause, schau doch ruhig einmal in unsere Rubrik Balkon.