Sichtschutz Terrasse – von Hecke bis Segel

Sichtschutz für Privatsphäre auf der Terrasse
Privatsphäre

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Wände, Sonnensegel und mehr

Der ungestörte Aufenthalt auf der eigenen Terrasse ist ein Stück Lebensqualität. Wird die Privatsphäre durch zudringliche Blicke gestört, verwandelt sich der Wohlfühlort im Freien schnell in einen unbehaglichen Präsentierteller. Bei Terrassen mit Sichtschutz besteht diese Gefahr nicht. Wenn du deine Privatsphäre erhalten oder wiederherstellen möchtest, findest du hier Vorschläge mit praktischen Tipps. Schau nach und lass dich für Sichtschutz auf der Terrasse mit Ideen inspirieren.

Günstig und flexibel: ausziehbare Sichtschutzwände

Mit einer ausziehbaren Sichtschutzwand blockierst du neugierige Blicke von Nachbarn oder Passanten günstig und schnell. Der Sichtschutz wird durch einen Screen gewährleistet, der sich zwischen zwei Pfosten oder zwischen einem Standbein und einer Wandbefestigung waagerecht auf der Terrasse ausziehen lässt. Modelle mit unkomplizierter Eigenmontage sind problemlos zu finden. Eine wichtige Qualitätseigenschaft dieser flexiblen Terrassenwand ist die auch als Lichtechtheit bekannte UV-Beständigkeit. Du kannst aus Abstufungen von 1 (sehr gering) bis 8 (hervorragend) wählen. Geringe Lichtechtheit führt dazu, dass das Material schnell ausbleicht und unansehnlich wird. Häufig ist dieser Sichtschutz auch unter der Bezeichnung Seitenmarkise zu finden. Die typische Höhe einer ausziehbaren Terrassenwand beträgt 180 cm.

Dauerhaft und stabil: Sichtschutzzäune

Unter den permanenten Sichtschutzlösungen für Terrassen sind Ideen wie der Sichtschutzzaun besonders beliebt. Mit einem solchen Zaun schützt du deine Terrasse von einer, zwei oder drei Seiten vor neugierigen Blicken. Als Materialien für Sichtschutzzäune sind Holz, Kunststoff und WPC gebräuchlich. WPC steht für Wood Plastic Composites. Der Verbundstoff enthält Kunststoffanteile und Holzanteile in Form von Fasern oder Holzmehl. Holzzäune als Sichtschutz sind wegen ihrer langen Tradition und natürlichen Aura gefragt. Kunststoff hat die beste Witterungsresistenz und ist besonders pflegeleicht. WPC bietet eine gelungene Kombination der positiven Materialeigenschaften von Holz und Kunststoff. Die typische Höhe für einen Terrassenzaun als Sichtschutz beträgt 180 cm.

Sichtschutzzäune sind zum Aufstellen und mit einbetonierbaren Pfosten erhältlich. Aufstellbare Zäune, die nicht fest mit dem Untergrund verbunden sind, eignen sich als temporärer Sichtschutz. Sie sind zu empfehlen, wenn Beeinträchtigungen der Privatsphäre nur sporadisch auftreten. Die einbetonierte Variante gibt deiner Terrasse einen Sichtschutz mit optimalen Stabilitätseigenschaften. Auch die Windschutzqualitäten eines solchen Zauns sind sehr gut. Wichtig: Wenn du Pfosten selber setzt, musst du darauf achten, dass die Fundamente tiefer in den Boden reichen als die Frosttiefe vor Ort. Ansonsten besteht Gefahr, dass sich bei Minusgraden das Fundament mit den Pfosten hebt und die Stabilität des gesamten Zauns gefährdet. Durchschnittlich liegt die Frosttiefe in Deutschland bei 80 cm.

Natürlicher geht es nicht: Sichtschutzhecken

Falls du lieber auf natürliche Weise einen Sichtschutz für deine Terrasse gestalten möchtest, bietet dir eine Sichtschutzhecke genau das Gesuchte. Sei dir aber bewusst, dass eine solche wachsende Terrassenumrandung ein längerfristiges Projekt ist. Bis die Hecke eine ausreichende Höhe erreicht hat, vergehen mehrere Jahre. Damit der Sichtschutz ganzjährig gegeben ist, muss die Hecke aus einer Pflanzenart mit immergrüner Belaubung oder Benadelung bestehen. Erprobte Klassiker, die du bewusst oder unbewusst schon oft gesehen hast, sind Kirschlorbeer, Eibe, Fichte, Berberitze, Tanne und Liguster. Zu den schönsten Vorteilen der Hecken zählt ihre Attraktivität für Singvögel, die gerne in den dichten Ästen nisten.

Sichtschutz für die Terrasse ganz modern: Sonnensegel

Meine Terrasse kann Ideen in modernem Stil immer gut vertragen! Wenn dieser Ansatz dich anspricht, könnte ein Sonnensegel der richtige Sichtschutz für dich sein. Sonnensegel sind echte Multifunktionstalente. Die richtige Materialauswahl und einen intelligenten Aufbau vorausgesetzt, bieten sie zugleich Sichtschutz, Sonnenschutz, Windschutz und Regenschutz. Das Segel wird an der Hauswand und an mehreren Masten vor und neben der Terrasse befestigt. Ein freistehender Aufbau ohne Kontakt zum Haus ist auch möglich. Um Sichtschutz zu gewährleisten, muss die Sonnensegelanlage über mindestens einen höhenverstellbaren Mast verfügen; zwei sind besser. Die Segelecke oder Segelecken lassen sich dann so tief absenken, dass das Sonnensegel den Blick auf die Terrasse von der Seite versperrt.

Unter den Sonnensegelstoffen gibt es wasserabweisende und wasserdurchlässige, luftdurchlässige und winddichte Varianten. Günstige Sonnensegel bestehen meist aus HDPE oder High Density Polyethylen. Sie sind blickdicht und wasserdurchlässig, bieten also guten Sichtschutz aber nur mäßigen Schutz vor Regen. Wenn dir Regenschutz und Windschutz wichtig sind, hast du die Auswahl zwischen hochwertigen, aber auch hochpreisigen Segeln aus Polyester und Acryl. Zu den grundsätzlichen Vorteilen aller Sonnensegel zählt Ihre relative Seltenheit. Sie sind inzwischen häufiger in Gärten anzutreffen als noch vor zehn Jahren, bieten aber auch heute noch Sichtschutz auf der Terrasse mit einem Hauch von Exklusivität.