Tierzaun – Ausbruchsschutz für Hund, Katze, Schaf und Co.

Hundezaun, Katzenzaun, Schafzaun

Mit dem richtigen Tierzaun kaufen Haustierbesitzer zuverlässigen Ausbruchsschutz für ihre vierbeinigen Freunde. Ein Hundezaun oder Katzenzaun fasst als Gartenzaun das gesamte Grundstück ein. Ein Weidezaun dient dazu, Areale für Weidetiere wie Schafe abzugrenzen. Gängige Materialien für den Tierzaun sind Edelstahl und andere Metalle sowie Holz. Es gibt auch Tierzäune, die Elektrizität einsetzen. Stimmt der Schafzaun, Hundezaun oder Katzenzaun in der Höhe, sind elektrische Schockwirkungen aber überflüssig. Lese weiter und du erfährst die Details.

Hundezaun für den Garten

Als Hundezaun für den Garten kannst du einen Maschendrahtzaun, einen Doppelstabmattenzaun sowie einen geschlossenen Sichtschutzzaun aus Holz verwenden. Unabhängig von der Variante sollte der Tierzaun für den Hund einige Grundvoraussetzungen erfüllen.

Ausreichende Höhe: Bei der Hundezaun Höhe ist es sinnvoll, sich an einem Minimum von 180 cm zu orientieren. Ein Hundezaun für große Hunde sollte nicht niedriger als 200 cm sein. Für kleine Rassen wie Dackel oder Pudel genügen 120 cm bis 150 cm.

Keine spitzen Enden: Spitze Enden sowie scharfe Ecken und Kanten stellen eine Verletzungsgefahr für den Hund dar. Sie dürfen deshalb an einem Tierzaun nicht vorhanden sein. Dringend abzuraten ist von Aufsätzen aus Stacheldraht. Erreicht dein Hund den Stacheldraht im Sprung und verfängt sich, hängt im schlimmsten Fall das gesamte Körpergewicht an Metallstacheln.

Keine Durchlässe in Kopfgröße: Der Durchmesser von Maschen und der Abstand zwischen Metallstäben im Tierzaun sollte 60 Prozent des Kopfdurchmessers von deinem Hund nicht überschreiten. Kann der Hund den Kopf durch Öffnungen im Tierzaun hindurchzwängen, ist die Gefahr des Steckenbleibens groß.

Maschendrahtzaun als Hundegrenze

Der klassische Maschendrahtzaun hat einige Vorteile zu bieten: Er ist kostengünstiger als andere Zäune, lässt sich einfach montieren und ebenso einfach wieder entfernen. Im Laufe der Zeit neigen Maschendrahtzäune allerdings zum Durchhängen. Gegebenenfalls musst du deinen Tierzaun später neu verspannen. Wenn das kein Problem für dich darstellt, spricht nichts gegen einen Maschendrahtzaun als Hundezaun. Ein feuerverzinktes Modell mit einer Maschengröße von etwa 40 mm x 40 mm und einer Stärke von etwa 2,8 mm ist gut geeignet.

Stabmattenzaun für den Garten

Ein Stabmattenzaun ist als Hundezaun auch für große Hunde zu empfehlen. Die Zäune sind robust, wetterfest, langlebig und sehr stabil. Einmal aufgestellt, hält ein solcher Zaun über Jahre. Abgesehen von einer gelegentlichen Reinigung musst du dich um den fertigen Zaun nicht mehr weiter kümmern. Zusätzlicher Vorteil: Du kannst einen Stabmattenzaun zugleich als Rankhilfe verwenden, zum Beispiel für Efeu, Knöterich oder Ramblerrosen.

Hundezaun aus Holz

Wenn du dich für einen Hundezaun aus Holz interessierst, wirf einen Blick auf geschlossene Sichtschutzzäune. Ein Sichtschutzzaun hat per Definition eine Höhe von 180 cm oder mehr. Das ist als Hindernis für die meisten Hunderassen ausreichend. Neben Modellen aus Holz sind auch Sichtschutzzäune aus Verbundmaterialien wie WPC (Wood Plastic Composite) oder BPC (Bamboo Plastic Composite) erhältlich.

Ein Jägerzaun aus Holz ist als Tierzaun für den Hund unpassend. In der Regel sind diese Zäune so niedrig, dass auch Vertreter kleinerer Rassen sie mühelos überspringen. Ein Lattenzaun kommt als Hundezaun für den Garten in Frage, wenn die Latten lang genug sind.

Der unüberwindbare Katzenzaun

Katzen sind im Gegensatz zu Hunden meisterhafte Kletterer. Entsprechend hoch sind die Ansprüche an einen Katzenzaun für den Garten. Ein Maschendrahtzaun oder Doppelstabmattenzaun ist als Tierzaun für Katzen nicht ausbruchsicher, wenn er oben gerade abschließt. Geschlossene Sichtschutzzäune eignen sich als Tierzaun für Katzen hingegen ebenso gut wie für Hunde.

Die Lösung für Matten- und Maschendrahtzäune sind Aufsätze, mit denen du den Katzenzaun im Garten ohne Stromunüberwindbar machst. Die Aufsätze sind in einem Winkel von 45° nach innen geneigt. Es gibt diese Art Überkletterschutz sogar als doppelt abgewinkelte Aufsätze, die den Zaun wie ein Spitzdach abschließen.

Der Katzenzaun mit Rollenüberkletterschutz

Noch perfider – aus Sicht der Katze – aber gesundheitlich völlig unbedenklich ist der Rollenüberkletterschutz. Er wird ebenfalls auf einen vorhandenen Zaun montiert. Will die Katze darüber klettern, dreht er sich um die eigene Achse. Wichtig: Keine Aufsätze aus Stacheldraht oder mit scharfen Spitzen wählen. Sie sind zwar als Überkletterschutz wirksam, bergen aber das Risiko ernsthafter Verletzungen. Auch mit Aufsatz darf der eigentliche Zaun nicht zu niedrig sein. Wähle als Katzenzaun ein 200 cm hohes Modell plus Überkletterschutz. Dann hast du die Sicherheit, dass dein Katzenzaun ausbruchsicher ist.

Keine Podeste am Zaun für dein Tier

Schubkarren, Leitern, Stühle, Tische und Fahrzeuge an der Innenseite des Zauns lassen sich von cleveren Vierbeinern als Podest und Absprunghilfe nutzen. Sorge dafür, dass vor dem Zaun immer eine breite Freifläche vorhanden ist. Wenn du eine Katze erfolgreich am Ausbüchsen hindern willst, dürfen am Zaun auch keine Bäume stehen. Im schlimmsten Fall kann deine Katze den Tierzaun problemlos überwinden, schafft es dann aber aus eigener Kraft nicht mehr, in den Garten zurückzukommen.

Schafzaun für das Grundstück

Schafe sind keine Ausbruchskünstler und lassen sich mit verschiedenen Zauntypen sicher im Garten halten. Neben Maschendrahtzäunen, Doppelstabmattenzäunen und Sichtschutzzäunen kommen auch Latten- und Jägerzäune als Schafszaun in Frage. Die doppelte Körperhöhe der Tiere ist ausreichend. Möchtest du innerhalb deines Grundstücks eine Weidefläche für Schafe mit einem Tierzaun umgeben, bieten sich Netzzäune an.

Diese Art Weidezaun funktioniert ähnlich wie ein Maschendrahtzaun: Du rollst das Netz ab und fixierst es an fest im Boden verankerten Pfosten. Fertig ist der Schafszaun. Netzzäune sind auch als Ziegenzäune und Hühnerzäune eine gute Wahl. Für Schweine, Esel oder Pferde sind sie weniger geeignet. Diese Tiere sind kräftig und neugierig genug, um einen Netzzaun einzureißen. Ein Doppelstabmattenzaun mit seiner überlegenen Stabilität leistet hier die besseren Dienste als Weidezaun.

Zaun nach unten absichern

Hast du sichergestellt, dass deine Vierbeiner den Tierzaun oben nicht überwinden können, musst du noch die Unterseite überprüfen. Der Tierzaun sollte auf Bodenniveau abschließen. Metallzäune kannst du bei der Montage auch bewusst etwas tiefer setzen. Ein kleiner Graben unter dem Zaunverlauf macht einen problemlosen Aufbau möglich. Nach der Montage füllst du den Graben einfach wieder mit dem Aushub auf. Diese Art des Aufbaus bietet zugleich Basisschutz gegen Unterbuddeln.

Buddelschutz unter dem Tierzaun: Rhizomsperre oder Betonschicht

Erweiterten Buddelschutz erhältst du mit einer Wurzel- oder Rhizomsperre. Dabei handelt es sich um kräftige witterungsbeständige Folien aus PP (Polypropylen) oder HDPE (High Density Polyethylen) Sie sind zwischen 50 cm und 100 cm breit und kommen senkrecht in die Erde. Eigentlich sind die Folien dafür gedacht, die Ausbreitung von Wurzeln im Garten zu verhindern. Du kannst sie aber auch als effektive Vertiefung für deinen Tierzaun kaufen.

Als Alternative zu Rhizomsperren lässt sich eine solide Sperrschicht aus Beton in den Boden unter dem Zaun einlassen. Wenn du dich für diese Variante entscheidest: Achte darauf, dass die Betonschicht unter die Frosttiefe hinabreicht. 80 cm sind in den meisten Lagen in Deutschland ausreichend. Eine zu flache Betonschicht birgt die Gefahr, dass der Frost den Beton im Winter anhebt. Dadurch kann dein Tierzaun beschädigt werden.