Markise – welche Arten an deinen Balkon anbringen

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Sonnenschutz als Markise gibt es in vielen Formen
Sonnenschutz für den Balkon in vielen Varianten

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Als Sonnenschutz für den Balkon ist die Markise die klare Nummer 1. Günstige Klemmmarkisen, stabile Gelenkarmmarkisen und Kassettenmarkisen mit Witterungsschutz stehen zu Auswahl. Als seitlicher Sonnen- und Sichtschutz bieten sich Seitenmarkisen an. Für den Antrieb sind der elektrische Motor und die Kurbel üblich. Hohe Lichtechtheit, UV-Schutz und Wasserdichtigkeit weisen auf Qualität des Tuchs hin. Tolle Features wie Wind-, Regen- und Sonnenwächter für maximalen Komfort sind erhältlich. Hier erfährst du mehr:

Klemmmarkise: günstig, flexibel, die Markise ohne Bohren

Klemmarkisen bieten sich für Mieter mit kleinem Balkon an. Die Haltestangen lassen sich fest zwischen Dach und Boden einklemmen. Ein unterer Fixpunkt am Geländer ist auch möglich. Die Haltestangen sind teleskopierbar. Es ist dasselbe Prinzip, das du von Klimmzugstangen zum Einklemmen in den Türrahmen kennst. Für den Aufbau und den Abbau brauchst du nur wenige Minuten. Bohren ist nicht nötig und die Bausubstanz wird nicht beschädigt. Zur Flexibilität, schnellen Montage und Schonung des Gemäuers kommt als vierter Vorteil der günstige Preis. Du kannst eine solche Markise kaufen und dabei weniger als 100 Euro ausgeben. 

Gelenkarmmarkise: stabil, perfekt für große Balkone und Terrassen 

Die Gelenkarmmarkise wird fest am Haus montiert. Sie verfügt über eine Welle, auf der das Tuch aufgerollt ist. Da Tuch und Welle nicht von einem Gehäuse umgeben sind, wird der Markisentyp zur Unterscheidung auch als offene Gelenkarmmarkisebezeichnet. Wenn du die Markise ausfährst, öffnen sich die zwei oder mehr Gelenkarme und rollen das Tuch ab. Fährst du die Markise ein, schließen sich die Gelenkarme und das Tuch rollt auf der Welle zurück. Der Mechanismus ist einfach, verlässlich, langlebig und wenig anfällig für Störungen. Markisen mit Gelenkarmen lassen sich optimal auf großen Balkonen und Terrassen einsetzen. Du findest Modelle mit Beschattungsflächen von 15, 20 oder 25 Quadratmetern und mehr. 

Kassettenmarkise: Vorteile der Gelenkarmmarkise plus Witterungsschutz

Die Kassettenmarkise ist eine Gelenkarmmarkise, bei der die Tuchwelle vollständig in einer Kassette gelagert ist. Die Kassette schützt das Tuch, die Welle und die übrige Mechanik optimal gegen Schmutz und Witterung. Bei elektrischen Markisen ist auch der Motor perfekt abgeschirmt. Eine reduzierte Variante der Kassettenmarkise ist die Halbkassettenmarkise. Bei diesem Typ ist Schutz vor Schmutz und Regen von oben, von vorne und von den Seiten gegeben, aber nicht von unten. Preislich liegt die Halbkassettenmarkise zwischen der günstigeren offenen Gelenkarmmarkise und der teureren völlig geschlossenen Kassettenmarkise. 

Seitenmarkise: Seitlicher Sichtschutz und Blendschutz

Wenn du zusätzlich zum Sonnenschutz von oben einen seitlichen Blend- und Sichtschutz für deinen Balkon oder die Terrasse benötigst, ist die Seitenmarkise eine gute Wahl. Sie ruht im geschlossenen Zustand in einer Kassette, die mittels Konsole vertikal an der Hauswand verankert ist. Den Screen kannst du bequem an einem Griff ausziehen und den Griff in einem seitlichen Haltepfosten einhaken. Mehr dazu erfährst du in unserer Rubrik Sichtschutz für den Balkon.

Antrieb für dein Sonnendach

Markisen mit Gelenkarmen lassen sich auf zwei verschiedene Arten aus- und einfahren: manuell per Kurbel und elektrisch per Motor. Der Kurbelantrieb kostet etwas mehr Zeit und erfordert ein wenig Kraft. Da der Motor als potentielle Störungsquelle wegfällt, ist der wahrscheinliche Wartungsbedarf sehr gering. 

Die elektrische Markise fährt schnell und ganz ohne Kraftaufwand aus. Sie lässt sich oft mit einer Fernbedienung oder sogar per Smartphone-App steuern. Mit dem Kauf eines Modells zum Kurbeln, entscheidest du dich aber nicht automatisch für alle Zeiten gegen eine elektrische Markise. Viele Modelle lassen sich nachrüsten. Der Kurbelbetrieb bleibt auch bei nachträglich eingebautem Motor möglich. Es besteht also keine Gefahr, dass du die Balkonmarkise im Störungsfall nicht nutzen kannst bis sie wieder elektrisch funktioniert.

Wind-, Regen- und Sonnenwächter für Markise elektrisch

Hochwertige elektrische Markisen lassen sich mit einem Wind-, Sonnen- und Regenwächter ausstatten. Der Ausfall fährt dann ein oder aus, wenn eine bestimmte Menge Regen, ein bestimmte Windgeschwindigkeit oder eine bestimmte Lichtintensität erreicht wird. Mit einer solchen Ausstattung ist Sonnenschutz in echter Premium-Qualität erreicht, die modernsten Ansprüchen an Komfort genügt.

Wie erkennst du qualitativ hochwertige Markisenstoffe?

Wenn du eine hochwertige Markise für den Balkon kaufen willst, achte auf drei wichtige Qualitätshinweise beim Markisenstoff: die Lichtechtheit, den UV-Schutz und die Wassersäule. 

Die Lichtechtheit oder UV-Beständigkeit

Die Lichtechtheit oder UV-Beständigkeit gibt an, wie gut das Tuch gegen die bleichende Wirkung des Sonnenlichts geschützt ist. Die Skala für Lichtechtheit reicht von 0 (kein Schutz) bis 8 (hervorragender Schutz). Zwei Faktoren sind für UV-Beständigkeit wichtig: die Farbe und das Färbeverfahren. Bei den Farben gilt: je dunkler der Stoff, desto höher der UV-Schutz bei ansonsten gleicher Qualität. Beim Färbeverfahren zeigen Spinndüsen vorzügliche Qualität an. Den Hinweis „spinndüsengefärbt“ findest du bei erstklassigen Stoffen aus Polyacryl. Sehr gute Polyesterstoffe solltest du aber als Alternative nicht ausschließen.

UV-Schutz

Der UV-Schutz gibt an, wie lange du unter der Markise vor dem UV-Licht der Sonne und damit vor Sonnenbrand geschützt bist. Der UPF (Ultra Violet Protection Factor) ist der maßgebliche Wert. Multipliziere den UPF mit 5. Das Ergebnis zeigt die Mindestschutzzeit vor Sonnenbrand für Menschen mit sehr empfindlicher Haut in Minuten an.

Ein paar Rechen Beispiel: Findest du eine UPF Angabe von 40+ bedeutet das ein garantierter Sonnenschutz für mindestens 200 Minuten. Bei einem UPF von 50+ reden wir von 250 Minuten sicheren Schutz. Und bei einer Angabe von UPF 80+ multiplizierst du die Einheit mal 5 und erhälst ein Ergebnis von 400. Das heißt 400 Minuten garantierter UV-Schutz.

Wassersäule in mm

Die Wassersäule gibt an, wie viel Wasser auf der Markise stehen kann, ohne durch das Tuch zu dringen. Der Wert bezieht sich auf eine horizontale Ausrichtung des Tuchs. Je stärker der Ausfall geneigt ist, desto schneller kann Wasser abfließen und desto besser ist der Regenschutz. Orientiere dich an 350 mm für guten Basisschutz vor Regen. Liegen die Werte bei 1.200 mm oder höher ist der Stoff praktisch wasserdicht. Wichtig: Wenn sich große Wassersäcke auf dem Tuch bilden, solltest du die Markise einfahren. Es nützt dir wenig, wenn kein Regen durch das Tuch dringt, dafür aber der Aufbau dem Gewicht des Wassers nicht standhält.

Achtung bei freistehenden Markisen: Eher für Pool und Garten geeignet

Die freistehende Markise verfügt über ein eigenes Standgerüst und muss weder fest montiert noch auf andere Weise befestigt werden. Für den Balkon ist diese Markise eher ungeeignet. Das Gestell nimmt zu viel Platz weg und ist deshalb als Sonnenschutz für den Pool oder die Liegewiese im Garten optimal. Interessiert du dich für eine solche Form, schau doch ruhig einmal in unserer Terrassenkategorie Sonnensegel nach.